Massivholzbett oder MDF?

Holznachbildung oder Massivholzbett, das ist die Frage!

Es ist die grundsätzliche Frage, die man sich bei dem Kauf von einem Holzbett stellen muss. Kauft man ein Massivholzbett oder kauft man Spanplattenbett „light“.

Um die richtige Entscheidung zu treffen, muss man zunächst einmal die beiden Arten kennen.

Der Aufbau vom Massivholzbett

Es besteht, wie es der Name bereits sagt, aus massivem Holz. Der Rahmen, der die Bettkonstruktion darstellt besteht aus massiven Holzplatten aus Kiefer, Buche oder auch Eiche. Sie sind meist in einem Stück und weisen dadurch eine sehr hohe Raumdichte auf. Die Raumdichte schlägt sich in der Konsequenz deutlich in dem Gewicht der Rahmenkonstruktion nieder. Man sollte in seinem Schlafzimmer einen entsprechenden Boden verlegt haben. Hier bietet sich oftmals Parkett oder Laminat an. Bei einem Teppich kann es zu unerwünschten Druckstellen kommen.


Holznachbildung

Die zweite Kategorie sind die hölzernen Bettgestelle, die aus Spanplatten oder sogenannten MDF-Platten bestehen. MDF steht für Mitteldichte Faserplatten.
Das Prinzip bei beiden Modellen ist jedoch ähnlich. Die Spanplatte und die MDF-Platte bestehen letztlich auch aus Holzmaterial. Aber den Kern bilden lediglich Holzspäne oder Altholz, das aufgrund Druck und Leim komprimiert wurde und eine entsprechende Festigkeit aufweisen.
Weil die Pressholzplatten in ihrer Optik nicht gerade sehr ansprechend aussehen werden sie mit dünnen Echtholz-Platten beklebt (furniert), damit auf den ersten Blick kein Unterschied zu erkennen ist. Letztlich merkt man jedoch spätestens beim Anbohren oder beim Hochheben den Unterschied zu einem echten Massivholzbett.

Pro und Contra, was für ein Massivholzbett spricht

Preis

Selbstverständlich ist das Massivholzbett aus Eiche oder Esche in seiner Qualität dem der Holznachbildung bei weitem Überlegen. Aber diese Qualitätsunterschiede schlagen sich auch deutlich in dem Preis nieder. Das Massivholzbett ist in der Regel deutlich teurer.

Qualität

Der Rahmen von einem Massivholzbett ist deutlich stabiler und robuster als der aus MDF-Platten. Das liegt in erster Line an der Verarbeitung und der Konstruktion selbst.
Spanplatten werden oft mit massiven Eisenschrauben verschraubt. Diese ziehen sich fest in das Material und geben so eine deutliche Stabilität.
Bei MDF-Platten ist die Möglichkeit des Festziehens der Schrauben in das Holz nicht in der Art möglich. Es müssen andere Konstruktionsmöglichkeiten gefunden werden. Oftmals werden die einzelnen Elemente ineinander gehängt. Aber auch hier sind letztlich den Anforderungen genüge getan.
Bei Gewalteinwirkungen auf das Massivholzbett das aus massivem Werkstoff besteht, kann es zu Dellenbildung in der Oberfläche kommen. Die Oberflächenbeschaffenheit ist hier relativ weich.
MDF-Platten die furniert sind, haben eine deutlich höhere Oberflächenhärte. So entstehen bei mittleren Gewalteinwirkungen eher weniger Beschädigungen. Ist die Oberfläche jedoch erst einmal beschädigt, so zeigen sich diese Beschädigungen bei dem MDF-Bettchen als deutliche Brüche in der Lackschicht.

Das Gewicht des schweren Massivholzbettes

Das Raumgewicht bei einem Massivholzbett ist je nach verwendeten Holz deutlich höher als gegenüber MDF-Betten. Es variiert das Gewicht auch erheblich bzgl. des verwendeten Holzes. Eiche ist mitnichten ein sehr schweres Holz, Kiefer und Buche ein relatives leichtes.
Die MDF-Betten sind aufgrund des Zusatzes von Leim und anderen Zusatzstoffen entsprechend leichter. Das Raumgewicht (1m³) liegt hier deutlich unter den Massivholzbetten.

Grundsätzlich kann man mit Blick auf den Stromverbrauch beschreiben, dass MDF-Platten im Zuge der Herstellung deutlich mehr Strom verbrauchen als normale Holzbretter, die nicht noch zusätzlich gepresst werden müssen.


Die Optik

Ein echtes Massivholzbett erkennt man sofort und auf den ersten Blick. Die Maserungen sind für ein für die Oberflächenoptik typisch und charakteristisch. Je nach verwendeter Holzart sind leichte Rottöne in dem Baustoff erkennbar.
Bei einem Oberflächendruck mit nachbildender Maserung kann man fast sagen, dass der Unterschied gegenüber einem echten Massivholzbett kaum zu erkennen ist. Aber hier muss eine gute Verarbeitung vorliegen.
Wichtig ist ebenfalls, dass die Auswahl auch zu den anderen Möbeln in dem Schlafzimmer passt. Es macht keinen Sinn, wenn man sich ein Massivholzbett kaufen will und letztlich der Stil nicht mit dem Nachttisch, dem Schlafzimmerschrank oder der Kommode vereinbar ist.