Holzbetten Geschichte…
…von den Holzbetten
Die Holzbetten in der Antike
Die Geschichte reicht bis in die Antike zurück.
Ursprünglich bestanden die ersten Betten, die bei Ausgrabungen gefunden werden konnten, aus Stein. Es waren auch keine Schlafstätten in dem heutigen Sinne, vielmehr waren es Steinmulden oder sonstige Pritschen, die ausgelegt waren mit Stroh und dem liegenden eine horizontale Fläche boten.
Die ersten antiken Holzbetten kamen erst mit der Entwicklung der Handwerkskunst, welche auch die Holzverarbeitung prägte.
Zur Zeit Jesu Christi wurden die ersten Pritschen aus Rahmenkonstruktionen aus Holz gefertigt. Oftmals boten einfach Holzstäbe die Grundlage für den Bettrahmen und erste Stofflaken oder andere dehnbare Materialien bildeten die Liegefläche.
Die Holzbetten der Römer
Eine Novellierung der hölzernen Schlafplätze wurde durch die Römer vorangetrieben. Durch ihre Migration durch Europa waren sie darauf angewiesen, immer wieder an anderen, neuen und nicht erschlossenen Gebieten ihr Lage aufzuschlagen. Damit die Heere an Soldaten auch schlafen konnten bedurfte es genügend Liegeflächen. Die Holzbetten in der Form eines Feldbettes nahmen dort in unserer Kultur erstmal Form an.
Oft liest man in den Geschichtsbüchern, dass die Römer auf ihren Expansionszügen ganze Wälder abholzten und Sümpfe trocken legten. Einen nicht unwesentlichen Anteil des geschlagenen Holzes wurde für die Herstellung der Feldbetten aufgewendet. Jeder Ballast war eine Bürde für die Soldaten so dass man sich einfach aus der Umgebung des Lagerplatzes bedient hatte.
Die damaligen Feldbetten waren jedoch keine Holzbetten in dem heutigen Sinne. Vielmehr bildete auch hier das geschlagene Holz lediglich die Rahmenkonstruktion. Diese wurde mit Bast zusammengebunden und an den Ecken fixiert. Als Bettwaren diente damals für den gemeinen Soldaten Heu oder Stroh.
Die Holzbetten auf dem Weg zur Moderne
Danach legten die Holzbetten einen erstaunlichen Wandel hin. Mit dem Drang der Menschen (insbesondere der Fürsten, des Klerus und des Adels) sich mit Statussymbolen zu schmücken, wurden auch „die eigenen vier Wände“ zunehmend gestaltet. Man wollte etwas repräsentieren. Und der Werkstoff Holz hielt einen immer stärkeren Einzug in die Herstellung von sämtlichen Möbeln. Andere Materialien waren noch nicht so zu bearbeiten wie Holz.
Aber man wollte etwas repräsentieren. So wurden in den Holzbettten nach und nach erste Verzierungen der Kopfteile und der Fußteile eingefügt.
Immer feiner werdende Verzierungen und Schraffuren haben die ein oder anderen Holzbetten zu einem wahren Kunstobjekt gemacht.
Aber auch in der Malerei erhielt das Bett aus Holz Einzug. Insbesondere die Maler des Barock malten mit Vorliebe Frauen auf Betten, hier meist dem Stil der Dame angepasste Holzbetten.
Mangels Werkstoff-Alternativen wurden die meisten Betten aus seit dem 17. Jahrhundert aus Holz hergestellt.
Die heutigen „Spanplatten“, also Mdf-Platten waren damals noch nicht bekannt, so dass alle Betten aus massivem Holz bestanden.
Holzbetten in der Moderne
Die heutigen Holzbetten sind eigentlich in zwei Kategorien zu unterteilen.
Zum einen sind da die massivholz Betten. Bei ihnen besteht die gesamte Rahmenkonstruktion aus massiven Holz wie Buche, Eiche oder Nussbaum. Dies merkt man in erster Linie an dem Gewicht des Bettes. Es ist sehr schwer und sehr robust. Die einzelnen Hölzer sind in sich sehr stabil was dem gesamten Holzbett eine nicht unwesentliche Stabilität verleiht.
Das Pendant zu dem massivholz Bett ist sind die Betten, die als Holznachbildung zählen.
Sie sind für den äußeren Rezipienten von dem massivholz Bett nicht zu unterscheiden. Sie sehen an der Oberfläche genauso aus.
Es sind jedoch nur solche im weiteren Sinne. Der Kern besteht in der Regel auf Pressholz, also Holzspänen, die durch Leim und Druck zusammenhalten. Diese werden von außen mit feinem Holzfurnier verziert. Dieses Furnier kann an in allen Holzarten geliefert werden.
Die Mdf-Holzbetten der Moderne haben sich durch den Möbelhersteller IKEA auf nahezu allen Märkten der Welt etabliert.
Wer Wert auf Qualität und Stil legt, der greift noch immer auf das massivholz Bett zurück. Dort sind aber die Preise meist deutlich höher als bei den Imitaten.